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Gewürze einer ganzheitlichen Küche

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Welche Gewürze gehören in jede ganzheitliche Küche?

Ich stehe in der Küche am Herd. Der Topf köchelt, aber irgendetwas fehlt – mein Gewürzregal! Was für andere vielleicht nur ein paar Dosen im Schrank sind, ist für mich ein Stück Heimat, ein Schatz aus Düften, Erinnerungen und Wissen. Ich liebe es, mit Gewürzen zu kochen – nicht nur, weil sie das Aroma eines Gerichts bestimmen, sondern weil sie auch mein Wohlbefinden und meine Verdauung beeinflussen.

Diese Erfahrung hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, bewusst mit Gewürzen umzugehen – nicht nur aus geschmacklicher Sicht, sondern auch aus ganzheitlicher.

Warum Gewürze mehr sind als bloß Geschmack

In vielen Kulturen – besonders im Ayurveda – spielen Gewürze seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle in der täglichen Ernährung. Sie sollen nicht nur sättigen, sondern nähren. Denn gutes Essen ist auch Medizin. Gewürze können:

  • das Verdauungsfeuer (Agni) stärken
  • den Stoffwechsel regulieren
  • emotionale Balance unterstützen
  • den Körper sanft entgiften
  • Freude am Essen wecken

Für mich – mit einer sensiblen Verdauung und einem feinen Gespür für Balance – sind bestimmte Gewürze zu einem festen Bestandteil meiner Küche geworden.

Die Basis: Mediterran und darüber hinaus

Natürlich kennen viele die mediterranen Klassiker wie Rosmarin, Oregano, Thymian oder Basilikum. Auch schwarzer Pfeffer, Muskatnuss und Paprika (scharf oder süß) gehören oft zur Grundausstattung. Doch darüber hinaus gibt es einige Gewürze, die meiner Meinung nach in keiner ganzheitlich ausgerichteten Küche fehlen sollten.

Meine liebsten Gewürze – und warum ich sie so schätze

🟡 Kurkuma – das goldene Heilmittel

brown and white food on white ceramic plate

Kurkuma zählt im Ayurveda zu den „Superfoods“. Es ist stark entzündungshemmend, unterstützt die Darmflora, wirkt verdauungsfördernd und kann Blähungen reduzieren. Ein echtes Multitalent!

👉 Tipp: Kurkuma sollte immer mit einer Prise schwarzem Pfeffer kombiniert werden, da das darin enthaltene Piperin die Bioverfügbarkeit von Curcumin deutlich erhöht.

🟠 Ingwer – die feurige Knolle

white garlic on brown wooden table

Ob frisch oder als Pulver: Ingwer ist für mich nicht wegzudenken. Er wärmt von innen, wirkt antibakteriell und kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren – was wiederum Heißhunger und Stimmungsschwankungen verringern kann.

🟤 Kreuzkümmel, Koriander & Fenchel – die Verdauungshelfer

brown and black beans in stainless steel bowl

Diese drei bilden das Herzstück vieler ayurvedischer Gerichte:

  • Kreuzkümmel wirkt wärmend und hilft gegen Völlegefühl
  • Koriander ist kühlend und entgiftend
  • Fenchel beruhigt den Magen und lindert Blähungen

Sie lassen sich wunderbar kombinieren, z. B. leicht angeröstet in Ghee, als Basis für Currys, Suppen oder Gemüsegerichte.

Currymischungen & Garam Masala – Wärme im Löffel

Wenn du schnelle Würze brauchst, greif zu einer guten Currymischung oder Garam Masala. Letzteres ist im Ayurveda eine besonders aromatische Mischung aus Gewürzen wie Zimt, Kardamom, Nelken, Muskat, Kreuzkümmel, Pfeffer und Koriander.

Ich verwende es nicht nur für indische Gerichte, sondern auch:

  • im Rührei
  • in Linsensuppen
  • für geröstetes Ofengemüse

💡 Tipp: Du kannst Garam Masala auch selbst mischen – ideal als Geschenk!

Zimt – süß, warm und wirksam

Zimt begleitet mich das ganze Jahr – nicht nur im Winter. Er verfeinert nicht nur Süßspeisen, sondern kann auch:

  • den Blutzuckerspiegel regulieren
  • die Verdauung fördern
  • antientzündlich wirken

Wichtig: Achte beim Kauf auf Ceylon-Zimt (nicht Cassia-Zimt). Ceylon-Zimt enthält weniger Cumarin, das in größeren Mengen leberschädigend sein kann.

Mein Geheimtipp: Sumach

Sumach ist in Europa noch ein echter Geheimtipp – in der orientalischen Küche aber fest verankert. Das tiefrote Pulver stammt vom Färberbaum, schmeckt angenehm säuerlich und erfrischend.

Ich verwende es gerne für:

  • orientalische Linseneintöpfe
  • Joghurtdips
  • Hummus
  • gegrilltes Gemüse

Ein Spritzer Säure – ohne Zitrone, aber mit viel Charakter.

Fazit: Gewürze verbinden Kopf, Herz und Bauch

Gewürze sind nicht nur Aroma. Sie sind Medizin, Lebensfreude, Wohlfühlverstärker und Verbindung zu dir selbst.
Sie bringen Struktur, Wärme und Vielfalt auf deinen Teller – und damit auch in deinen Alltag.

Mein Impuls an dich:
Öffne dein Gewürzregal, schnuppere, probiere, experimentiere.
Finde heraus, was dir guttut – geschmacklich und ganzheitlich.

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person holding black frying pan

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